Altes Weinhaus - neues Outfit
haben wir uns gedacht und möchten uns dem Zeitgeist anpassen ohne den Blick auf unsere Tradition und die Werte zu verlieren, die uns das Weiterführen unseres Weingutes möglich gemacht haben.
Bei der Etiketten-Neugestaltung für die Rotweine und für die Weißherbste haben wir unser Logo aufgefrischt, werden aber weiterhin unsere bewährten Etiketten mit der Abbildung unseres Hauses für unsere traditionellen Rieslingweine verwenden.
Nun ist die Weinernte schon eingefahren. Die Beurteilung des vergangenen Jahres gestaltet sich sehr subjektiv. Lassen wir uns vom "gefühlten" Sommer leiten, haben wir den Eindruck, dass den Weinen das heiße, tropische Klima fehlte. Sonne wechselte sich ab mit wenig Regen, vor allem nachts. Auch kühlte es nachts immer ab, was in unserem Kleinklima gerade in den letzten Jahren unüblich war. Überraschenderweise mussten wir nun feststellen, dass die Qualitäten unsere Erwartungen bei weitem übersteigen. Außergewöhnlich früh begannen die Reben zu blühen, das Wetter hierfür war optimal, da es nicht während der Blütezeit regnete.
Die nachfolgende Reife der Trauben erfolgte ständig im Wechsel von warmen Tagestemperaturen zu frischen Nächten. Wie bereits im vergangenen "Weinblatt" erwähnt, sorgt die Abkühlung in der Nacht während der Reifeentwicklung in unseren Breiten für die Charakteristik unserer Weine. Durch kühlere Nachttemperaturen werden die Fruchtaromen und die Säure eingeschlossen. Die bedingte längere Aufwärmphase am nächsten Tag bewirkt zwar durch die Zuckerbildung in den Beeren eine stetige Reifung, behält aber die Fruchtaromen eingeschlossen in der Beere zurück. Die Folge sind aromareiche, quirlige, lebendige Weine.
Dieser Temperaturwechsel zog sich auch durch den Herbst, insbesondere die Nächte wurden sehr kühl.
Die kleinklimatischen Unterschiede in den Flach- und in den Steillagen offenbarten sich gerade im diesjährigen Herbst. Eine Kältewelle von -1° C zog Anfang Oktober über die Flachlagen. Die Reben warfen nach dem Frost die Blätter ab und begannen den "Winterschlaf. Eine weitere Zuckerbildung durch die Fotosynthese konnte nicht mehr stattfinden, lediglich die Sonne kann durch Verdunstung die Extrakte und Aromen in den Beeren noch konzentrieren, Anders sah es in den Südsteilhängen aus, während das Kälteband die Flachlagen erreichte, hielten sich in den Steilhängen Temperaturen
von + 2°C bis + 4°C.
Ein Beweis wieder einmal für die Besonderheit unseres atriumähnlichen wärmespeicherenden Schiefersteilhangs. Diesen Unterschied haben wir in obigem
Foto (wird demnächst zu sehen sein) zwei Tage nach dem Frosteinbruch dokumentiert. Die Blätter in der Flachlage verwelkten, der Steilhang präsentierte sich noch sattgrün.
Unsere Tradition spiegelt sich auch in unserer Weinkarte wieder. Rieslingweine, zu Recht in Weltdegustationen als "Königin der Reben" bezeichnet, schmücken auch aus älteren Jahrgängen unsere Weinkarte. Weine, die vor 10 oder 20 Jahren geerntet wurden, präsentieren sich nach wie vor mit vollem Bouquet.
So auch der 1999er Jahrgang, unsere 10-Jahres-Weine, die wir noch einmal besonders hervorheben möchten. Die letzten Weine aus dem vergangenen "Jahrtausend", belohnt mit einem durchgängig, warmen Sommer bis zum Herbst. Ein fast mediterraner Jahrgang, der nur noch vom 2003er übertroffen werden konnte.
Für unsere Kunden haben wir daher exklusiv ein 6er Gourmetpaket 1999 aus unserer besten Weinlage, dem "Piesporter Goldtröpfchen" zusammengestellt:
3 Flaschen 1999er Piesporter Goldtröpfchen Riesling Spätlese-trocken
3 Flaschen 1999er Piesporter Goldtröpfchen Riesling Spätlese-halbtrocken
Zum Komplettpreis von 30,00 Euro.
Wie probieren sich nun die 2008er?
In unserer Frühjahrs-Weinkarte präsentierten sich schon folgende Weine:
2008er Riesling Spätlese - lieblich
leichtes Aprikosenaroma, feinnervig mit einem leichten Pfirsichton.
2008er St. Joseph-Tröpfchen
eine sehr reichhaltige Blume, prickelt noch frisch, leichter Johannisbeerton
2008er Blauer Spätburgunder - mild
leicht taninig, samtig,und mollig
Die Herbst-Weinkarte rundet nun eine
2008er Riesling Spätlese - trocken ab.
Das Aprikosenaroma erscheint hier noch prägnanter. Mit der fehlenden Süße als Gegenpol zur Säure haben wir hier eine weiche, prickelnde Spätlese. Mit 4,3 g/l Restsüße weist sie fast die gleichen Restsüßewerte wie die 1999er Riesling Spätlese auf. Ein Probenvergleich gestaltet sich sicher spannend.
Auf mehrmalige Nachfragen unserer Kunden hin bieten wir nun einen
2008er Blauer Spätburgunder Weißherbst - trocken
mit 2,7 g/l Restsüße an. Feinnervig und feminin passt er zu den halbtrockenen und milden Weißherbsten. Neu ist außerdem, dass wir diesen Weißherbst probehalber mit einem Schraubverschluss versehen haben. Wir sind neugierig auf Ihre Reaktionen.
Eine weitere Neuheit ist das
Blauer Spätburgunder Traubenkernöl,
das nur aus den Traubenkernen des Blauen Spätburgunders kaltgepresst wurde. Ein interessantes Öl, das gerne Mozzarella und Tomate oder südländischen Salaten einen eigenständigen Geschmack mit Burgunderton verleiht.
Unser Angebot
7 Tage Urlaub zum 6-Tage-Preis mit einer Flasche Römergeist
gilt nach wie vor. Und wem es möglich ist, kann in der Nebensaison,
vom 2.11. - 30.04.2010, mit 10 % Nachlass ausgiebig entspannen
(Ostern gelten die normalen Preise).
Wie bereits in unserem "Frühjahrs-Weinblatt" erwähnt habe auch ich, Heidi, an zeitgemäßen Fortbildungen teilgenommen. Immer wieder begeistert von unserer schönen Landschaft, der Symbiose von Wein, Natur und jahrtausendealter Kultur möchte ich dies auch an unsere Gäste und Kunden weitergeben. Wo ist diese besser erlebbar, als mittendrin in den "Wingerten" Weine aus gerade diesen Lagen zu genießen und die Einzigartigkeit im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen? Die Gäste, die meine Wanderung miterlebt haben sind begeistert und haben zum Teil schon mehrmals daran teilgenommen.
Ein weiteres wichtiges Ziel ist es für mich, dies auch an unsere heimische oder auch entferntere Gastronomie und Touristinformationen weiterzugeben. In Seminaren und Workshops erfahren wir gemeinsam, wie einzigartig unsere Landschaft und unsere Weine sind, Weinproben sind hier natürlich Pflicht.
Diese Seminare oder Workshops kann ich in unserem Haus durchführen, wobei nach der "Pflicht" des gemeinsamen Lernens, die "Kür" des gemütlichen Zusammenseins am Abend folgt. Ein regionales Frühstück nach einem Aufenthalt in unseren Gästezimmern wäre Genuss und Fortbildung gleichermaßen, denn... wo gibt es sonst "Beschwipste Weingelees", Traubensäfte, "Moretum" (römischer Käse) oder regionalen Käse und Eifeler Schinken.
Sicher ist es für die Gastronomie interessant für ihre Gäste einen Mosel-Wein-Tag oder Moselländisches zum Frühstück anzubieten. Das Signal, sich um die Gäste zu bemühen, zieht Kreise und Gäste werden es mit Dank und Weiterempfehlungen würdigen.
Meine Angebote bezüglich Wanderungen, Führungen und Workshops werden im nächsten Jahr auf einer eigenen Homepage zu sehen sein. Hier schon einmal ein kleiner Auszug:
- Römisch-kulturelle Weinwanderungen
- Weinproben & Weinseminare
- Workshops "Im Mäandertal"
- Führungen auf dem Römerweinschiff "Stella Noviomagi"
- Tages- und Mehrgestaltungen mit Wanderungen und Besichtigungen, auch in Zusammenarbeit mit Nachbarorten und Hotels und deren kompetenten Gästeführern
Das "Alte Weinhaus St. Joseph" lässt grüßen und freut sich über nette Telefongespräche, Faxe oder Emails. Wir helfen gerne bei der Auswahl der Weine und Spezialitäten oder stehen beratend für Präsente zur Seite...
die Wein- und Moselgenießer Egon und Heidi Spang
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